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Geschichte des Gasthof Anker

Einen aufschlussreichen Anhaltspunkt zur frühen Geschichte des Gasthauses „Zum Anker“ bieten zwei Initialen und eine Jahreszahl in einem alten Holzbalken, der sich bis zur Hofsanierung des Gasthauses im Jahre 1960 dort im Bereich der Stallungen befand und heute ein Exponat im Privatmuseum der Oechsner-Brauerei ist : H:Ö:1695.

 

 

Es spricht manches dafür, dass es sich bei dem „Ö“ um die Initiale der Schifferfamilie Oehninger handelt. Näheres über die Familie Oehninger erfahren wir bei Johann Baptist Kestler in seiner „Beschreibung von Ochsenfurt“, 1845, im Kapitel „Getreidehandel“ in den 1690er Jahren:

 

 

„Zu jener Zeit trug die hiesige Familie der Oehninger, wohlhabender und unternehmender Schiffleute, viel zur Belebung und Erhöhung des Getreidehandels bei, der seinen Zug nach Frankfurt und Mainz nahm.“

 

 

Später betrieb der Gastwirt Christian Heim in dem Haus in der Brückenstraße das Gasthaus „Zum Anker“, wobei man natürlich annehmen darf, dass die Namensgebung auf die alte, hier ansässige Schifferfamilie Oehninger zurückgeht.

 

 

Am 15. April 1833 machte dann der Ochsenfurter Magistrat mit einer positiven Stellungnahme auf eine Anfrage des königlichen Bezirksamtes den Weg frei für eine dritte Brauerei in Ochsenfurt. So wurde dem Gastwirt Heim die Konzession erteilt auf dem zu seiner Gastwirtschaft gehörenden Gelände eine Bierbrauerei zu errichten, die                 

„Anker –Brauerei“, benannt nach dem Gasthaus selbigen Namens.

 

 

Nach dem Tode Heims wechselte die Anker-Brauerei mehrfach den Besitzer und kam schließlich durch notariellen Kaufvertrag am 16. Januar1877 in den Besitz des erfahrenden Bierbrauers Dietrich Oechsner aus Frickenhausen, der sich wenige Monate danach in Ochsenfurt niederließ.

 

 

Dietrich Oechsner führte ab 1881 eine gezielte Modernisierung des Betriebes durch und legte mit dem Erwerb von Grundstücken in der Klinge den Grundstein für die spätere Verlagerung aus der Altstadt hinaus. Mit der Zustimmung des Magistrats wurde der Brauereineubau unter der Leitung von Konrad Oechsner im Frühjahr 1902 begonnen und war im September desselben Jahres bereits im Wesentlichen fertiggestellt.

 

 

Die Gastwirtschaft verblieb in der Brückenstraße und ist über die Zeit hinweg ein gern besuchter Ort der Einkehr und der fränkischen Gastlichkeit.

 

 

Seit Februar 2015 führen nun die Wirtsleute Claudia und Horst Becker den Brauereigasthof.

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